Winterzeit ist Bloggerzeit....
....demnächst werden neue Berichte eingestellt!
Der Goldsucherblog...
...von Miner für Miner! In diesem Blog dreht sich alles um die moderne Goldsuche in ganz Europa und meinen Erlebnissen bei der Suche nach Gold... Testberichte, Tipps, Empfehlungen und vieles mehr!
Dienstag, 19. Februar 2013
Mittwoch, 16. Mai 2012
Goldtour Disentis 2012
Disentis...
vielleicht eine Hand voll der Mitglieder des Goldsucherforums waren
schon hier, in den berühmten Schluchten, dem jungen Rhein das Gold
entlocken....
Wenn schon, dann richtig!
Nach unserem Elvotrip wollte ich es wissen!
Es liegt auf dem direkten Rückweg, unsere Reisezeit würde
sich quasi halbieren wenn wir dort eine Nacht verbringen würden!
Doch was ist da in Disentis? Welche Goldwäscher, welche
Schluchten, welche Felsen, Land Kultur und Leute?
Für die meisten Goldsucher ein kleiner Mythos!
Am Samstag auf der Rückfahrt von Italien, fuhren wir über die Passstraße von Biasca direkt Richtung Disentis, der Pass war geöffnet!
Eine Woche früher war hier noch alles dicht, es eröffnen
sich auf diesen Straßen wunderschöne neue Horizonte.... Eisfelder, Stausehen,
Gebirge....
Als leidenschaftlicher Kletterer, konnte ich hier aus dem
Auto heraus Landschaften sehen, die ich sonst nur per Fuß im Hochgebirge
erwandern oder erklettern muss.
Die Passstraßen sind einfach wunderschön!
| Stausee auf 2000 Meter - Schweiz |
Am legendären Campingplatz Fontanivas bei Disentis
angekommen, wurde erst einmal das Camp für die nächsten 2 Tage aufgebaut,
danach habe ich 1 Stunde geduscht!
Denn eine Dusche hatte ich die letzten 8 Tage nicht mehr ;-)
| Campingplatz von oben |
Wir verbrachten den Abend gleich bei einem Kübel Bier an der
Campingplatzgaststätte, dort sah man schon den ersten Goldsucher, die Gespräche
waren gleich interessant...!
Am nächsten Tag, wollte ich ein Nugget suchen!
Der Sonntag beginnt kalt, wir haben 8 Grad im Zelt.
Kurz vor dem Bach, sah ich noch den Wohnwagen "Big
Nugget", aber der Gold Gusti war nicht da.
Ich ging erst mal im jungen Rhein bachaufwärts, dort sieht
man Felsblöcke so groß wie Autos, Leute, was da bei Hochwasser abgeht kann sich
kein Mensch vorstellen. Dort heizen Felsen von mehreren Tonnen Gewicht durch
die Schlucht!
Spektakulär das zu sehen, ich war beeindruckt!
Wenn man den Bach entlang geht, sieht man am Wochenende
überall Goldsucher.
Viele buddeln Löcher, überall wird Material durch die
Sluices gejagt (das ist schon ein geiles Bild!).
Ich suchte mir eine Stelle und buddelte einfach mal drauf
los.
Nach gemütlichen 2 Stunden hatte ich 3 Goldstücke in der
Pfanne, ich dachte was ist denn hier kaputt????
Aber: 1 schönes körniges Stückchen, 2 Flitter
Disentis ist was die Goldsuche angeht ein bisschen Mysteriös
und geheimnisvoll....
Wer denkt man findet hier einfach mal so ein Nugget der irrt
sich!
Es gibt hier Nuggets und es gibt hier auch viel Gold, nur
das muss man sich richtig erarbeiten.
Daher erübrigt sich auch die Frage, warum wird in Disentis so
viel "geclaimt"?
Das liegt ganz einfach daran, es gibt dort Goldsucher (und
das nicht wenige) die Ihre Stelle über die gesamte Saison jedes Wochenende
bearbeiten!
Daher ist Claimjumping eine Todsünde und UNBEDINGT zu
unterlassen! Ein "Steinmandl" oder eine andere Markierung weisen
darauf hin.
Ich habe Goldsucher kennengelernt, die dort Claims für
mehrere Jahre einrichten! Ihr könnt euch vorstellen was das für eine Arbeit ist
wenn Ihr euch die Felsbrocken anschaut...
Es gibt für Disentis Spielregeln, wer die befolgt der findet
auch Gold.
Ich gebe hier gleich einen Tipp, unter 1 Woche Zeit braucht
Ihr nicht zu denken dass Ihr mit großer Ausbeute heim kommt!
Es gibt im Klondike einen Spruch der besagt, dass die
meisten Goldsucher scheitern werden, nicht weil dort kein Gold liegt, sondern
an der Zeit und am Geld!
Auf gut Deutsch gesagt, das Durchhaltevermögen der meisten
Goldsucher lässt zu wünschen übrig, wer lange und ausdauernd Stellen sucht und
bearbeitet hat auch Erfolg.
Das schnelle Flitterchen wie beispielsweise im Napf oder am
Rhein ist hier nicht drin, da muss man sich im Klaren sein, es funkelt evtl.
auch am 2 Tag noch nicht in der Pfanne.
Gleich nach unserer Goldsuche unterhielt ich mich eigentlich
den ganzen Nachmittag bis zum Abend mit einigen Goldgräbern in der Schlucht und
auf dem Campingplatz, hier wird mal wieder deutlich, die meisten Goldsucher
sind klasse Leute.
Ich hatte schöne und vor allem sehr interessante Gespräche
mit Goldsuchern, die hier seit mehreren Jahrzehnten suchen und finden!
Tag 3 also Buddeltag 2 war ein Montag, wir mussten erst
einmal einkaufen gehen weil unsere Vorräte eigentlich nur noch zum Frühstücken
da waren.
Disentis hat eine Top Infrastruktur, nach 2 Kilometern beim
ersten Supermarkt erst einmal alles geordert was nötig war, vor allem Grillzeug
für den Abschlussabend des Urlaubes und Bier!
Nebenan ist übrigens eine Art kleiner Baumarkt, als Mann
geht man natürlich erst einmal in den Baumarkt :-) und was fand ich da? Eine
Wurfschaufel wie ich sie schon ewig suchte, für 42 Franken natürlich gleich
mitgenommen!
Geil, gleich mit neuer Schaufel buddeln, freute ich mich!!!
Es ging also erst gegen 12 Uhr an den Bach, ich suchte mir
eine neue Stelle, wollte etwas Prospektieren und fand dann eine selbst im
oberen Bereich recht ergiebige Stelle.
Nachdem ich ca. 2 Stunden lang die Felsbrocken mit Hebeleisen
und hartem Körpereinsatz beiseite geräumte hatte um buddeln zu können, kam
jetzt die neue Schaufel zum Einsatz, was soll ich sagen?
Ich liebe Sie, wie durch Butter, mit solch einer Tollen
Schaufel macht das buddeln noch mehr Spaß!
| Meine Baustelle :-) |
| Die Sluice steht super im Bach! |
| Steine so groß wie Kleinwagen, werden hier bei Hochwasser transportiert! |
Weitere 3 Stunden habe ich an diesem Tag nach Gold gesucht,
einmal noch eine Bedrockspalte geknackt die sogar ein Goldkörnchen hergab.
Um an das große und viele Gold zu kommen muss ich beim
nächsten Mal dringen mehr Zeit einplanen.
Durch viele Gespräche und eigene Versuche weiß ich jetzt wie
"der Hase in Disentis zu laufen hat" ;-)
| Ich mit "Guckrohr" beim Spalte leeren |
| Spalte aussaugen mit Henderson Pumpe |
| Waschen mit Pfanne |
| Meine Goldwäscherfrau mit der tollen neuen Schaufel :-) |
| Goldkorn |
| Goldkorn |
| Goldkörnchen in Pfanne |
Ist aber überall so, das erste Mal, dass man in ein neues
Gebiet kommt, ist zum Lernen fürs nächste Mal da! War bei mir bisher immer so,
und daher hat sich dieser wenn auch kurze Aufenthalt in Disentis für mich sehr
gelohnt.
Es waren tolle Bilder zu sehen,wir habe viele Leute getroffen und nette Schweizer Goldsucher kennengelernt. Das wird im Sommer lustig!
Disentis war ein wunderbarer Ausklang des Urlaubs, abends
noch mit Bierchen und schönem "grillieren" wie die Schweizer sagen am Lagerfeuer mit meiner Freundin,
sowie der Planung weiterer Aktionen in diesem Jahr.
Am Abfahrtstag waren wir dann noch in der Bio-Käserei in Disentis und haben uns das Käsehandwerk genauer angeschaut und uns für Deutschland mit leckerem Käse eingedeckt...
| Bio-Käserei mit Käse aus dem Bündnerland |
| Nette Kühe:-) sogenanntes "Hornrind" recht selten in der Schweiz geworden... |
| Schweizer Käser! Lecker!!! |
Kurzum mir hat es dort verdammt gut gefallen, ich werde im
Sommer wieder kommen und bin dann bestens auf Disentis vorbereitet :-)
Sonntag, 13. Mai 2012
wieder zurück von der 1. Goldsuchertour dieses Jahr!
ich bin wieder zu Hause von der ersten großen Tour dieses Jahr.
Nach 1 Woche in der italienischen Region Piemont und 3 Tagen in Disentis (Schweiz).
Daheim geht die Arbeit auch schon wieder weiter...
Kurz und knapp:
Ich habe aus diesen Tagen gelernt, wie das eine nicht geht oder das andere super funktioniert!
Ich habe neue Gebiete kennengelernt und bin beim nächsten mal speziell in Italien und Disentis bestens vorbereitet, was Ausrüstung, Infrastruktur und Vorbereitung speziell Versorgung angeht.
Dennoch Gold gab es natürlich trotzdem :-)))
Es ist meistens so, das erste neue Gebiet bringt die Erkenntnis, was man beim nächsten mal besser machen kann ;-)
Berichte und Bilder folgen....
Donnerstag, 26. April 2012
Ohne Moos - nix Los!
Ostern 2011 im Napfgebiet, sahen wir in der Nähe unserer
Waschstelle, jemanden mit einer Waschpfanne herum werkeln...
Am Ende des Tages, lief der neue Goldwäscher mit seiner
Freundin an uns vorbei und präsentierte uns sein Gold obwohl eigentlich nicht
wirklich was im Glas war.
Wir zeigten unser Tagesglas, sagten aber dazu (auch wenn
das so nicht stimmt!) wir würden schon ein paar Tage daran waschen. :-)
Ich warf ihm ein Bier rüber, wir quatschten eine Weile
und sagten, er soll doch morgen zum Grillen und Goldsuchen kommen, ich zeige
Ihm die Technik etwas.
Am nächsten Tag kam er dann mit Freundin wieder, nach 1
Stunde waschen und magerem Ergebnis bei Ihm, sagte ich zu Ihm, versuch mal das
Moos dort auszuwaschen!
Das tat er auch, plötzlich der Aufschrei, "Wow, jede
Menge Gold".
Er fragte mich verwundert, woher ich das jetzt wüsste, ich
erzählte ihm die Geschichte des "Moosing" und wie die Chinesen im Goldrausch damals dass ganze Moos zusammentrugen,
es verbrannten und dann die Asche in den Pfannen auswuschen.
Was machte dieser Kerl plötzlich?
Wir Grillten ja an diesem Tag, er zog das Feuer hoch,
erntete das Moos und verbrannte es.
Die Rauchwolke hat man sicher Kilometerweit gesehen, die
ganze Schlucht war voll rauch, unserer Freund aber war voll zufrieden, als er
nachher die Asche in der Pfanne wusch :-)
Ich will damit sagen, überlegt euch was Ihr erzählt, wenn
es um Gold geht, werden manche Leute leicht verrückt.... :-)
Samstag, 21. April 2012
Gold Mossing
Jetzt fragt Ihr euch sicher was dass nun wieder ist?
Mossing ist eine Technik bei der (wie der Name schon sagt!) das Moos für die Goldgewinnung herhalten muss.
Dabei wird das Moos, das auf Felsen und am Uferrand wächst abgeerntet, durchgesiebt und anschließend mit der Pfanne gewaschen.
Moos ist eine natürliche Goldfalle und fängt das sogenannte "Flutgold" bei Hochwasser ein.
Daher ist Moos ideal für Goldprospektonsmaßnahmen im Bach oder am Fluß.
Wenn ich einen neuen Bach/Fluss prospektiere, schau ich mir erst einmal an, ob ich einen Goldnachweis im Moos finde!
Ich habe diese Suchmethode übrigens 2011 in der Schweiz erstmals (mit Erfolg) getestet!
Ich habe diese Suchmethode übrigens 2011 in der Schweiz erstmals (mit Erfolg) getestet!
So mancher Moosbüschel hat teilweise beeindruckende Mängen an Gold in sich!
Dazu gibt es übrigens eine "Lagerfeuergeschichte" auf einer anderen Seite in diesem Blog :-)
Übrigens:
Erfunden wurde Mossing wohl zu Zeiten den Großen Goldrausches.
Nachdem
der "weiße Mann" die Nuggets aufsammelte, machten sich die Chinesen zu
tausenden daran, das Moos zu ernten und auszuwaschen...
In
den USA rücken die Goldsucher dem Moos mit Spachtel und kratzer zu
leibe, selbst Naßsauger werden eingesetzt um die Felsspalten unter dem
Moos auszusaugen...
Hier noch ein Video das zeugt wie die Sache funktioniert!
Abonnieren
Posts (Atom)